| Straßenblockade |
Leider habe ich die Reise während landesweiter Proteste versucht und so wurde es ziemlich abenteuerlich. Trotz allem ist der Salar de Uyuni ein Ziel, dass Teil jeder Bolivienreise sein sollte. Die Busfahrt von La Paz nach Uyuni dauert normalerweise ca. 12 Stunden. Man kann abends abfahren und ist am nächsten Morgen pünktlich zum Start der Tour in Uyuni.
Ich suche ein Hostel und kontaktiere endlich den Touranbieter. Den Start kann ich um einen Tag verschieben. Am nächsten Morgen dann: Nein, die Gruppe kommt nicht zustande. Alle Anbieter mischen ihre Teilnehmer zusammen, da die Touristen landesweit feststecken. Als Einzelreisende bleibe ich außen vor, da normalerweise 6 Personen in einer Gruppe sind. Nach mehrmaligem "Hier kannst du einsteigen - Ah nein, doch nicht" darf ich schließlich bei einer Gruppe als 7. Person mitfahren. Endlich ist der Spuk vorbei!Nun folgen 3 schöne Tage. Wir fahren zum Eisenbahnfriedhof der ersten Zugstrecke Boliviens. Von hier wurde bis in die 1940er Salz an die Häfen transportiert. Nun sind die alten Loks eine tolle Fotokulisse.
| Im Salzhotel |
Dann ein weiteres Fotoshooting zum atemberaubenden Sonnenuntergang, der das Salz rosa färbt.
Der nächste Tag besteht aus Lagunen, Vulkanen, Steinformationen, Sanddünen und noch mehr Lagunen. Alle bevölkert von großen Schwärmen Flamingos und mit einer Farbvielfalt, die man selten sieht. Unterschidlichste Mineralien färben die Erde der Lagune Canyapa in Geld- und Lilatönen. Dazu kommen rote Algen, eine weiße Boraxkruste und perfekte Spiegelungen des blauen Himmels. Die farbenfroheste Lagune heißt auch ganz passend "Laguna Colorada". Weiß-gelb schimmert die Laguna Onda. Ein neues Tier gibt es in der Wüste Siloli kennenzulernen, das Viscacha, goldig wie diese kleinen Nager über die Felsen springen.
| Viscacha |
| Vulkan Ollague |
| Vicunas |
| Laguna Canyapa |
| Laguna Colorada |
Mal wieder muss ich meine Gruppe verlassen. Da ich als Einzige nach Chile weiterreise, werde ich zu einer anderen Gruppe ins Auto gepackt und weiter geht es Richtung Grenze.
Chile - puh, ich bin nervös. Die Grenzkontrollen sind berühmt berüchtigt, ich habe gehört, dass jedes Gepäckstück auseinandergenommen wird und keinerlei Lebensmittel ins Land gebracht werden dürfen. Eine Stunde warten wir, Zeit das letzte Obst zu essen. Dann müssen wir samt Gepäck an die Kontrolle. Und dann -
Uhhh let's twist again. Die Grenzbeamten swingen zu 80ies, die Weihnachtsdeko glitzert. Gute Stimmung, doch kein Grund nicht genau zu prüfen. Unser Gepäck wird von einem Hund beschnüffelt, dann müssen wir unsere Taschen öffnen und die Beamten befragen uns aufs Genaueste. Der Bus wird separat geprüft.Zum Glück ist alles in Ordnung, manche haben doch noch Lebensmittel dabei, diese werden vor Ort entsorgt. Wir fahren weiter - neues Land, neues Glück.
Rezept zum Salar de Uyuni
| Einkaufen am Ende der Welt |
Zutaten für 4 Personen:
2 Tassen Quinoa
2 Zwiebeln
1/4 Blumenkohl
1/4 Brokkoli
1 Handvoll grüne Bohnen
| Die sehr einfache "Hotelküche" |
2 Kochbananen
Öl
Salz
Pfeffer
Aji (Würzsoße aus Essig, Zitronensaft, Chili, Frühlingszwiebeln)
Zubereitung:
Quinoa mit der dreifachen Menge Wasser und 2 TL Salz in einem Topf aufkochen und dann bei niedriger Temperatur ca. 1h köcheln lassen.
Die Zwiebeln schälen und achteln. Brokkoli und Blumenkohl waschen und in Röschen schneiden. Bohnen waschen. Die Kochbananen schälen und der Länge nach in dünne Scheiben schneiden.
Die Zwiebeln in einem Topf andünsten, Brokkoli, Blumenkohl und Bohnen hinzugeben und in ca. 10 Minuten garen.
Ca. 4 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bananenscheiben darin frittieren. Ca. 6 Minuten dauert es bis sie weich sind. Die Bananen aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Dann das Fleisch in der Pfanne von allen Seiten scharf anbraten. Salzen und Pfeffern.
Auf einem Teller Quinoa, Schnitzel, Gemüse und Bananenscheiben anrichten. Mit Aji servieren. Die "Luxusvariante" ergänzt das Gericht noch um ein Spiegelei.
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